Aufgaben des IWH

Unter dem Leitthema "Von der Transformation zur europäischen Integration" stellt das IWH die Analyse der Determinanten langfristiger Wachstumsprozesse ins Zentrum seiner Forschung. Langfristige Wachstumsprozesse in Deutschland (Ost und West) und in Europa lassen sich nur im Kontext der wirtschaftlichen Aufholprozesse in Europa und der internationalen Integration verstehen.

Letztlich hängen wirtschaftliche Aufhol- und Wachstumsprozesse von der effizienten (Re-)Allokation der Produktionsfaktoren (Kapital und Arbeit) und dem Produktivitätsfortschritt ab. Die Forscherinnen und Forscher des IWH untersuchen deshalb die Determinanten von Kapital(re)allokation, Strukturwandel, Innovationen, Produktivitätsfortschritt und gesamtwirtschaftlicher Dynamik und Stabilität. 

Typische Forschungsfragen

  • Was sind die Ursachen und Konsequenzen makroökonomischer Schwankungen und Instabilitäten, wie können diese empirisch identifiziert werden, und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die makroökonomische Stabilität im Verlauf von Aufhol- und Integrationsprozessen zu gewährleisten?
  • Wie beeinflussen unterschiedliche institutionelle Arrangements und deren Veränderung die Ressourcen(re-)allokation, insbesondere die von Human- und Sachkapital?
  • Wie wirksam sind staatliche Eingriffe in die Investitions- und FuE-Aktivitäten von Unternehmen?
  • Welche Folgen haben Finanzkrisen für die Realwirtschaft?

Diese evidenzbasierte Forschung greift auf ein breites Spektrum an empirischen Methoden zurück. Dieses reicht von dynamischen makroökonomischen Modellen bis zu mikroökonometrischen Verfahren zur kausalen Identifikation der Wirksamkeit wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Die Forschungsstruktur des IWH ist darauf ausgelegt, die enge Verzahnung zwischen einzel- und gesamtwirtschaftlicher Forschung zu fördern.

Die Forschung am IWH ist in Form einer Matrix organisiert. Als Primärorganisation sind die Forschungsabteilungen mittel- bis langfristig angelegt und vor allem für die Personalentwicklung, die Infrastrukturentwicklung und das Qualitätsmanagement zuständig.

Die drei IWH-Abteilungen

Die Sekundärorganisation stellen die Forschungsgruppen als zeitlich befristete Projektorganisation dar; sie haben die Aufgabe, die konkreten Forschungsprojekte zu bearbeiten. Jede Forschungsgruppe ist einem themenorientieren Forschungscluster zugeordnet. Diese Cluster stellen keine eigenen Organisationseinheiten dar. Die Einrichtung und Fortführung von Forschungsgruppen folgt einem strukturierten, wettbewerblichen Verfahren. Die Mitglieder der Forschungscluster und Forschungsgruppen gehören unterschiedlichen Abteilungen an. Dies erlaubt die abteilungsübergreifende Integration der Forschung am IWH.

Die vier Forschungscluster

Publikationstätigkeit

Das Institut veröffentlicht die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschung sowohl in institutseigenen Reihen als auch in externen Publikationen, insbesondere in extern referierten Zeitschriften. Zu den institutseigenen Reihen gehören

  • die Zeitschrift Wirtschaft im Wandel
  • Konjunktur aktuell
  • IWH Online
  • die IWH-Sonderhefte
  • die IWH-Diskussionspapiere

Information für die Öffentlichkeit aufbereiten

Mit der Zeitschrift Wirtschaft im Wandel informiert das IWH die Öffentlichkeit zweimonatlich über Ergebnisse seiner Forschung zu wirtschaftspolitisch relevanten Fragestellungen. In den Sonderheften veröffentlicht das Institut Beiträge wie Gutachten, gemeinsame Berichte verschiedener Institutionen und Konferenzmaterialien. Diskussionspapiere dienen der Vorbereitung einer Publikation in hochrangigen akademischen Zeitschriften und stellen daher die aktuellsten Ergebnisse aus der IWH-Forschung vor.

Zentrale Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit ist die Forschungsunterstützung durch externe und interne Kommunikation. Die externe Kommunikation gewährleistet die Verbreitung der Forschungsergebnisse des IWH. Die interne Kommunikation dient unter anderem dem Berichtswesen und der Medienbeobachtung.

Als Pressestelle des Instituts beantwortet die Öffentlichkeitsarbeit Medienanfragen direkt oder leitet sie an kompetente Interviewpartner in den Forschungsabteilungen weiter. Sie informiert über Pressemitteilungen, vor allem zur aktuellen Konjunkturberichterstattung und zu politikrelevanten Veröffentlichungen in der Zeitschrift „Wirtschaft im Wandel“, die mit einer Druckauflage von 800 Exemplaren monatlich erscheint. Die Öffentlichkeitsarbeit ist darüber hinaus in der Regel unterstützend an der Organisation wissenschaftlicher und wirtschaftspolitischer Veranstaltungen der Forschungsschwerpunkte des IWH beteiligt.

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