Dr. Axel Lindner

Dr. Axel Lindner
Aktuelle Position

seit 1/13

Leiter der Forschungsgruppe Makroökonomische Analysen und Prognosen

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

seit 1/10

Stellvertretender Leiter der Abteilung Makroökonomik

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

seit 1/01

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Makroökonomik

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Forschungsschwerpunkte

  • monetäre Ökonomik
  • Konjunktur und Wachstum im Euroraum

Axel Lindner ist seit 2001 am Institut und seit 2010 stellvertretender Leiter der Abteilung Makroökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der europäischen Konjunkturanalyse und auf dem Gebiet des Einsatzes der Informationsökonomik bei der Konjunkturprognose. Axel Lindner ist am Institut als Ombudsperson für die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verantwortlich.

Axel Lindner studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Aufenthalten als Gastprofessor an der Concordia University in Montreal, Kanada und als Gastwissenschaftler an der Queen's University in Kingston, Kanada, unterrichtete er am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Ihr Kontakt

Dr. Axel Lindner
Dr. Axel Lindner
Mitglied - Abteilung Makroökonomik
Nachricht senden +49 345 7753-703

Publikationen

Neueste Publikationen

cover_Konjunktur-aktuellt_4-2020.jpg

Hohes öffentliches Defizit nicht nur wegen Corona – Mittelfristige Handlungsmöglichkeiten für den Staat

Andrej Drygalla Oliver Holtemöller Axel Lindner Matthias Wieschemeyer Götz Zeddies Katja Heinisch

in: Konjunktur aktuell, Nr. 4, 2020

Abstract

Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2025 preisbereinigt um durchschnittlich ½% wachsen, und damit einen Prozentpunkt langsamer als im Zeitraum von 2013 bis 2019. Dies ist nicht nur auf den starken Einbruch im Jahr 2020 zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Die Staatseinnahmen expandieren deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Auch nach Überwindung der Pandemiekrise dürfte der Staatshaushalt im Fall unveränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ein strukturelles Defizit von etwa 2% relativ zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen, und die Schuldenbremse würde weiter verletzt. Konsolidierungsmaßnahmen zur Rückführung dieser Defizitquote auf ½% würden die Produktion in Deutschland unter die Normalauslastung drücken. Mit Hilfe des finanzpolitischen Simulationsmodells des IWH kann gezeigt werden, dass dabei eine ausgabenseitige Konsolidierung die Produktion weniger belastet als eine einnahmenseitige. Es spricht, auch aus theoretischer Sicht, viel dafür, die Schuldenbremse zwar nicht abzuschaffen, aber ein Stück weit zu lockern.

Publikation lesen

cover_flash_2020p4_2021p1.png

IWH-Flash-Indikator IV. Quartal 2020 und I. Quartal 2021

Katja Heinisch Oliver Holtemöller Axel Lindner Birgit Schultz

in: IWH-Flash-Indikator, Nr. 4, 2020

Abstract

Weil weitreichende Eindämmungsmaßnahmen gelockert wurden, war die deutsche Wirtschaft im Sommer 2020 auf Erholungskurs. Dazu hat auch die Wirtschaftspolitik entscheidend beigetragen. Nach dem pandemiebedingten Einbruch um 9,8% im zweiten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 8,2%. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 – dem letzten Quartal ohne Einfluss der Pandemie – beträgt der Rückgang noch 4%. Allerdings sind die Covid-19-Neuinfektionen im Herbst wieder stark gestiegen, und für den November wurden insbesondere für den privaten Bereich erneut erhebliche Einschränkungen erlassen. Für weite Teile der gewerblichen Wirtschaft gelten diese Einschränkungen aber nicht. Die Wirtschaftsleistung dürfte daher im vierten Quartal 2020 nicht so stark einbrechen wie in der ersten Jahreshälfte. Der IWH-Flash-Indikator für das Bruttoinlandsprodukt deutet auf einen Rückgang um 2,1% hin, gefolgt von einer Expansion um 5,0% im ersten Quartal 2021 (vgl. Abbildung 1)

Publikation lesen

cover_flash_2020q3q4.png

IWH-Flash-Indikator III. Quartal und IV. Quartal 2020

Katja Heinisch Oliver Holtemöller Axel Lindner Birgit Schultz

in: IWH-Flash-Indikator, Nr. 3, 2020

Abstract

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2020 in eine tiefe Rezession gerissen. Das Bruttoinlandsprodukt sank im zwei­ten Quartal 2020 um 10,1%, nach einem Rückgang von 2,0% im Quartal zuvor. Dieser massive Wirtschaftseinbruch war insbesondere den Lockdown-Maßnahmen geschuldet, die das öffentliche und wirtschaft­liche Leben zeitweise auf ein Minimum reduzierten. Seit Anfang Mai wurden die Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie gelockert, und die wirtschaftlichen Aktivitäten haben wieder deutlich zugenom­men. Der Tiefpunkt der Rezession ist also durchschritten, allerdings dürfte die Rückkehr zum Vorkrisenniveau auch aufgrund der wieder höheren Fallzahlen und der damit verbundenen Unsicherheit noch länger auf sich warten lassen. Die Wirtschaft dürfte im dritten Quartal 2020 um 4,6% und im vierten Quartal dann um 4,0% expandieren. (vgl. Abbildung).

Publikation lesen

 

Referierte Publikationen

cover_applied-economics-letters.jpg

For How Long Do IMF Forecasts of World Economic Growth Stay Up-to-date?

Katja Heinisch Axel Lindner

in: Applied Economics Letters, Nr. 3, 2019

Abstract

This study analyses the performance of the International Monetary Fund (IMF) World Economic Outlook output forecasts for the world and for both the advanced economies and the emerging and developing economies. With a focus on the forecast for the current year and the next year, we examine the durability of IMF forecasts, looking at how much time has to pass so that IMF forecasts can be improved by using leading indicators with monthly updates. Using a real-time data set for GDP and for indicators, we find that some simple single-indicator forecasts on the basis of data that are available at higher frequency can significantly outperform the IMF forecasts as soon as the publication of the IMF’s Outlook is only a few months old. In particular, there is an obvious gain using leading indicators from January to March for the forecast of the current year.

Publikation lesen

cover_intereconomics.jpg

On the Risk of a Sovereign Debt Crisis in Italy

Oliver Holtemöller Tobias Knedlik Axel Lindner

in: Intereconomics, Nr. 6, 2018

Abstract

The intention for the Italian government to stimulate business activity via large increases in government spending is not in line with the stabilisation of the public debt ratio. Instead, if such policy were implemented, the risk of a sovereign debt crisis would be high. In this article, we analyse the capacity of the Italian economy to shoulder sovereign debt under different scenarios. We conclude that focusing on growth enhancing structural reforms, would allow for moderate increases in public expenditure.

Publikation lesen

cover_intereconomics.jpg

On the Distribution of Refugees in the EU

Martin Altemeyer-Bartscher Oliver Holtemöller Axel Lindner Andreas Schmalzbauer Götz Zeddies

in: Intereconomics, Nr. 4, 2016

Abstract

The current situation regarding the migration of refugees can only be handled efficiently through closer international cooperation in the field of asylum policy. From an economic point of view, it would be reasonable to distribute incoming refugees among all EU countries according to a distribution key that reflects differences in the costs of integration in the individual countries. An efficient distribution would even out the marginal costs of integrating refugees. In order to reach a political agreement, the key for distributing refugees should be complemented by compensation payments that distribute the costs of integration among countries. The key for distributing refugees presented by the EU Commission takes account of appropriate factors in principle, but it is unclear in terms of detail. The compensation payments for countries that should take relatively high numbers of refugees for cost efficiency reasons should be financed by reallocating resources within the EU budget. 

Publikation lesen

Arbeitspapiere

cover_DP_2018-06.jpg

Die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts seit 1990

Oliver Holtemöller Axel Lindner

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 6, 2018

Abstract

In diesem Beitrag wird die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts seit 1990 im Kontext des ostdeutschen Transformationsprozesses von einer Zentralverwaltungswirtschaft zu einer Marktwirtschaft beschrieben. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Sachsen-Anhalts hat in den frühen 1990er Jahren zunächst schnell gegenüber Westdeutschland aufgeholt, vor allem weil der Kapitalstock modernisiert und erweitert worden ist. Seit einiger Zeit stagniert der Aufholprozess jedoch, und das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen liegt etwa 20% unter dem westdeutschen Niveau. Die wirtschaftspolitische Herausforderung besteht darin, den Aufholprozess durch die Förderung von Forschung und Innovation und durch bessere Qualifizierung der Erwerbstätigen weiter voranzubringen.

Publikation lesen

Cover_IWH-Discussion-Papers_2016.jpg

Outperforming IMF Forecasts by the Use of Leading Indicators

Katja Drechsel Sebastian Giesen Axel Lindner

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 4, 2014

Abstract

This study analyzes the performance of the IMF World Economic Outlook forecasts for world output and the aggregates of both the advanced economies and the emerging and developing economies. With a focus on the forecast for the current and the next year, we examine whether IMF forecasts can be improved by using leading indicators with monthly updates. Using a real-time dataset for GDP and for the indicators we find that some simple single-indicator forecasts on the basis of data that are available at higher frequency can significantly outperform the IMF forecasts if the publication of the Outlook is only a few months old.

Publikation lesen

Cover_IWH-Discussion-Papers_2016.jpg

Evaluating communication strategies for public agencies: transparency, opacity, and secrecy

Axel Lindner

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 8, 2008

Abstract

This paper analyses in a simple global games framework welfare effects stemming from different communication strategies of public agencies if strategies of agents are complementary to each other: communication can either be fully transparent, or the agency opaquely publishes only its overall assessment of the economy, or it keeps information completely secret. It is shown that private agents put more weight to their private information in the transparent case than in case of opacity. Thus, in many cases, the appropriate measure against overreliance on public information is giving more details to the public instead of denying access to public information.

Publikation lesen
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoWeltoffen Logo